EVENTS - Stiftung "Der Barmherzige Samariter"

 

 

Stiftung "Der Barmherzige Samariter"

In der Seiner Eminenz Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano am 12. September 2004 gewährten Audienz hat der Heilige Vater Johannes Paul II. seligen Angedenkens die Stiftung “Der Barmherzige Samariter” als öffentliche, kirchen- und zivilrechtliche juristische Person mit Sitz im Staat der Vatikanstadt errichtet..

Zweck der Stiftung ist die wirtschaftliche Unterstützung der bedürftigsten Kranken, besonders der AIDS-Kranken. Die Kirche Christi bemüht sich auf diese Weise, den von Christus erhaltenen Auftrag:“Heilt die Kranken” (Lk 10, 9; Mt 10, 8) zu erfüllen, und will damit eine solidarische Liebesgeste zugunsten der verlassensten Menschen setzen.

Die Stiftung ist dem Päpstlicher  Rat  Für  Die  Pastoral  Im  Gesundheitswesen .

anvertraut, von dem diese Initiative ausgegangen ist, die vom Heiligen Vater wohlwollend aufgenommen wurde, denn, wie er selbst geschrieben hat: ”Es ist Zeit für eine neue »Phantasie der Liebe«, die sich nicht so sehr und nicht nur in der Wirksamkeit der geleisteten Hilfsmaßnahmen entfaltet, sondern in der Fähigkeit, sich zum Nächsten des Leidenden zu machen und mit ihm solidarisch zu werden, so daß die Geste der Hilfeleistung nicht als demütigender Gnadenakt, sondern als brüderliches Teilen empfunden wird” (Novo millennio ineunte, Nr. 50).

Er lädt daher alle Menschen guten Willens, besonders jene in den wirtschaftlich fortschrittlichsten Ländern, ein, dazu beizutragen.

Der neue Papst, Benedikt XVI, hat bereits in den ersten Tagen seines Pontifikats die “Stiftung” voll bestätigt und die Initiative durch seinen Apostolischen Segen ermutigt (Brief von Kardinal A. Sodano, 4. Mai 2005).

Präsident der “Stiftung“ ist der Präsident des Päpstlicher  Rat  Für  Die  Pastoral  Im  Gesundheitswesen .

HIV/AIDS ist eine der verheerendsten Seuchen unserer Zeit, ein menschliches Drama, das wegen seiner Schwere und seines Ausmaßes zu den größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen weltweit gehört. Die im Bericht der Vereinten Nationen “The impact of AIDS” (Die Auswirkung von AIDS) von 2004 angeführten Zahlen sprechen eine klare Sprache: seit dem epidemischen Auftreten dieser Krankheit (am Beginn der Achtzigerjahre) sind mehr als 22 Millionen Menschen auf der Welt an AIDS gestorben, und zur Zeit leben weltweit 37.800.000 mit HIV infizierte bzw. an AIDS erkrankte Menschen. Im Jahr 2003 sind 2,9 Millionen Menschen an AIDS gestorben und 4,8 Millionen haben sich mit HIV infiziert. AIDS ist die hauptsächliche Todesursache bei Personen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren.

Einige wichtige Merkmale des aktuellen Zustandes der Pandemie: Länder mit über einer Million AIDS-Kranken sind in Afrika:

Südafrika, 5.300.000; Nigeria, 3.600.000; Simbabwe, 1.800.000; Tansania, 1.600.000; Mozambique, 1.300.000; Äthiopien, 1.200.000; Kenia, 1.200.000; Volksrepublik Kongo, 1.100.000.

Länder mit über 100.000 Infizierten sind in Amerika:

USA, 950.000; Brasilien, 660.000; Haiti, 280.000; Kolumbien, 190.000; Mexiko, 160.000; Argentinien, 130.000; Venezuela, 110.000.

In Asien sind es:

Indien, 5.100.000; Thailand, 570.000; Myanmar (Bhutan), 330.000; Vietnam, 220.000; China, 130.000.

In Europa :

Rußland, 860.000; Ukraine, 360.000; Italien, 140.000; Frankreich, 120.000.

Länder mit über 10.000 Infizierten in Ozeanien:

Papua Neuguinea, 16.000; Australien, 14.000. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich 31 Millionen Menschen in Indien und 18 Millionen in China an den Folgen von AIDS sterben.

Dramatisch ist die Situation der Kinder. Nach den im Bericht 2004 von UNICEF, UNAIDS und USAID “Children on the brink” veröffentlichten Daten ist zwischen 2001 und 2003 die Gesamtzahl der infolge von AIDS zu Waisen gewordenen Kinder von 11,5 Millionen auf 15 Millionen gestiegen, zum Großteil in Afrika. Man schätzt, daß es bis 2010 in Afrika südlich der Sahara infolge von AIDS 18,4 Millionen Waisen geben wird. Allein im Jahr 2003 sind durch diese Seuche 5,2 Millionen Kinder zu Waisen geworden. Dazu kommt, daß sich mit der wachsenden Zahl der Waisen vor allem in Afrika die traditionelle Gepflogenheit, die Waisen in der Großfamilie aufzunehmen, verändert, da die ohnehin schon armen Familien nicht mehr in der Lage sind, sich dieser Kinder anzunehmen.

In Reaktion auf den besorgten Appell des Heiligen Vaters hat die katholische Kirche seit dem Auftreten dieser schrecklichen Geißel immer ihren Beitrag geleistet, wobei es ihr sowohl darum ging, der Übertragung des HIV-Virus vorzubeugen, als auch den Kranken und ihren Familien auf ärztlich-fürsorglicher, sozialer, geistlicher und pastoraler Ebene zu helfen. Zur Zeit sind 26,7% der Einrichtungen für die Betreuung von HIV/AIDS-Kranken in der Welt katholische Zentren.

Die von diesen Zentren durchgeführten Programme laufen in vier Etappen ab:

  • Ausbildung: Für die Mitarbeiter im Krankendienst, für die Priester, für die Familien und für die Jugendlichen;
  • Vorbeugung: Gesundheitserziehung, Auswertung kirchlicher Dokumente, Tagungen;
  • Fürsorge und Hilfe: Für die Kapläne, für die Ärzte, für die Krankenpfleger/innen, Umgang mit dem Bußsakrament, Beratung, Diagnose, verschiedene Projekte, Aktionen der Internationalen Caritas und der Diözesen, Zentren für die Kranken;
  • Auftragsübernahme und Begleitung: Bei den Kranken selbst, bei den Waisen, den Witwen und den Großeltern, in den Gefängnissen, in den Häusern für die soziale Wiedereingliederung.

Neben diesem unschätzbaren und lobenswerten Engagement hat der Päpstlicher  Rat  Für  Die  Pastoral  Im  Gesundheitswesen , eingedenk der väterlichen Sorge des verstorbenen Heiligen Vaters Johannes Paul II., die er sich zu eigen machte, die Bischöfe der Bischofskonferenzen Amerikas, Australiens und Europas gebeten - und bittet sie erneut -, sich mit den Bischöfen Afrikas zusammenzuschließen, um dem durch AIDS verursachten Notstand wirksamer zu begegnen.

Eben für diese Aufgabe ist die Stiftung “Der Barmherzige Samariter” errichtet worden. Trotz allem, was sie leisten, verfügen unsere Zentren, die sich um die AIDS-Kranken kümmern, einerseits nicht über die Mittel für die erforderlichen Medikamente und sind andererseits zu wenige, um die dringendsten auftretenden Bedürfnisse abdecken zu können.

Um unseren “Fonds” zu bilden, hat Johannes Paul II. seligen Angedenkens der Stiftung als Startkapital eine Schenkung von hunderttausend Euro übergeben - als beispielhaftes Zeichen der Liebe und Aufforderung an die ganze Kirche, ihm auf diesem Weg zu folgen. Die Anteilnahme des verstorbenen Heiligen Vaters bildet den Anfang der Tätigkeit seiner letzten “Institution der Nächstenliebe” als Zeichen und konkreten Akt brüderlichen Teilens (vgl. Novo millennio ineunte. Nr. 50).

Wir wenden uns mit diesem Appell vor allem an die Bischöfe und ihre Diözesen, an die Priester, an die Ordensinstitute, an die Stiftungen für karitative Werke und an alle Menschen guten Willens: Wir ersuchen Sie alle, sich auf Dauer zusammenzutun, um dieser Aufforderung großzügig zu entsprechen.

Ihre Beiträge und die aller Menschen guten Willens können Sie, wie folgt, überweisen:

  • A. durch “Bankauftrag” an das beim “Istituto per le Opere di Religione - I.O.R.” des Heiligen Stuhls eröffnete Bankkonto (sich nach der Verbindungsbank im jeweiligen Land erkundigen);
  • B. mit “Internationalem Bankscheck”, lautend auf: «Cardinale Javier Lozano Barragán, Presidente della Fondazione “Il Buon Samaritano”, Palazzo S. Paolo, Città del Vaticano»;
  • C. mit Internationaler Postanweisung lautend auf: “Pontificio Consiglio per la Pastorale degli Operatori Sanitari, S.C.V.”, dabei als “Zahlungszweck” angeben: «Fondazione “Il Buon Samaritano” per i malati di AIDS». [Stiftung “Der Barmherzige Samariter” für die AIDS-Kranken]

Der Rechtssitz befindet sich bei diesem Päpstlichen Rat, der Ihnen für weitere Informationen über die “Stiftung Der Barmherzige Samariter” jederzeit zur Verfügung steht:

Tel. +39.06.698-83138 - +39.06.698-84720 - +39.06.698-84799
Fax: +39.06.698-83139; E-mail: goodsamaritan@hlthwork.va.